Ist der ländliche Raum stark oder notleidend?

»    FZ-Forum mit Ministerpräsident Bouffier


PhotoHessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich am Vorabend der am 5. und 6. Mai im Wartenberg-Oval    

stattfindenden 8. Messe Wartenberg klar zum ländlichen Raum bekannt    

Fotos→Michael Tillmann    


WARTENBERG · Wie gut geht es dem ländlichen Raum? Diesen und weiteren Fragen widmete sich FZ-Redakteur und Moderator Volker Nies zum Auftakt der „Messe Wartenberg“ im Gespräch mit Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Wartenbergs Bürgermeister Olaf Dahlmann (SPD).


„Waren Sie schon mal in Wartenberg? Was halten Sie von dem Ort?“ wollte Moderator Volker Nies von Bouffier wissen, nachdem dieser von FZ-Chefredakteur Michael Tillmann vor zahlreichen Gästen im Wartenberg Oval herzlich begrüßt worden war.


„Wartenberg hat sehr bunte Landschaften. Die Region ist extrem stark, es besteht ein guter Zusammenhalt und die Grundstücke sind bezahlbar. Aber es existieren auch strukturelle Herausforderungen“, gab der Regierungschef zu bedenken.


Dem Vogelsberg bescheinigte Bouffier mit der niedrigsten Arbeitslosenquote seit 30 Jahren einen guten Stand. „Berlin hat den ländlichen Raum im Visier“, betonte Bouffier und wies darauf hin, dass immer mehr Behörden bewusst aufs Land verlegt würden – so auch in den Vogelsbergkreis.


„Hat das Land genug getan?“, wollte Nies wissen. „Wir sind stark, weil wir viele Ideen haben“, antwortete Dahlmann. „Es ist unglaublich viel Geld im Umlauf – etwa aus der Hessenkasse oder durch investive Zuschüsse. Ein Problemfeld ist dabei der zeitliche Horizont: Wo und wie können Mittel so schnell investiert werden? Der Geldsegen kommt zwar an, aber der zeitliche Vorlauf aus Wiesbaden ist manchmal zu kurz.“ Bouffier konterte: „Macht man nichts, wird gebaut. Macht man was, dann auch!“


Im Verlauf der sachlich geführten Diskussion stellte Bouffier außerdem die beiden neuen Programme „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ und „Digitale Dorflinde – WLAN-Förderung Hessen“ des Landes Hessen vor. Weitere Themen waren die Kindergartengebühren sowie der demografische Wandel.


In Bezug auf die geplante Ortsumgehung Lauterbach/Maar-Wartenberg wollte Dahlmann wissen: „Was wird aus der alten Bundesstraße 254, wer trägt die Baulast bei der Umgehung?“ Das Umstufungskonzept sei eine wichtige Frage, ebenso die Gewerbeflächen an der neuen Trasse. Bouffier versprach: „Das Land wird alles tun, damit die Umgehungsstraße gebaut wird.“ Klare Worte, die von den Anwesenden mit viel Beifall honoriert wurden.


Deutliche Worte fand der Ministerpräsident allerdings auch in Sachen Zeitplanung: „Ich lasse mir von niemandem Fristen setzen. Auch nicht von Wartenberg. So gehen wir nicht miteinander um.“ Dazu wandte Dahlmann ein: „Wir haben einen Auftrag der Gemeindevertretung. Wir werden die Entscheidung bald treffen müssen, damit wir die Angelegenheit zeitnah deckeln können.


Quelle | Fuldaer Zeitung

Bericht | Michael Tillmann


 

 

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Pressemitteilung

04.05.2018 um 18:15 Uhr

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