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Es geht um das Gemeinwohl

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Bundestagsabgeordneter Michael Brand
bietet Leserbriefschreiberinnen Gesprach an / Gegenargumente
in der Politik normal


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Bundestagsabgeordneter  Michael Brand
Foto→ CDU 

WARTENBERG · Antje und Inge Lerg aus Landenhausen hatten in einem

Leserbrief in der gestrigen Ausgabe des Lauterbacher Anzeiger die Kritik des Bundestagsabgeordneten Michael Brand (CDU) am Wartenberger

Bürgermeister Dr. Olaf Dahlmann (SPD) zum Anlass genommen, dessen Vorgehen zu verteidigen. Sie schrieben - direkt an den Politiker gerichtet -: „Ein solches Projekt, wenn es denn wirklich die bessere Alternative ist, muss es aushalten, hinterfragt zu werden ! Es sieht aber nicht danach aus,

solange von den Befürwortern statt überzeugender Argumente Anfeindungen gegen einzelne Personen vorgebracht werden. Sie haben vollkommen Recht, Diskussionen müssen geführt und Meinungen respektiert werden“, antwortet Brand nun auf den Leserbrief in einer Pressemitteilung. „Das gilt immer. In der Politik gilt auch, dass derjenige, der sich ins Gefecht stürzt, sich nicht über Gegenargumente

beschweren darf.“

 


Doch wenn nach jahrelangem und massivem Drängen der gesamten Gemeindevertretung gegenüber Land und Bund für den Ausbau plötzlich der Bürgermeister „eine Rolle rückwärts“ vollziehe, müsse dieser sich Fragen stellen lassen. „Das halte ich für normal“, betont Brand und führt aus: „Seine erste Aussage, Ich persönlich brauche die Ortsumgehung nicht“ wirft eine grundsätzliche Frage auf. Auch ich brauche persönlich die Ortsumgehung nicht, zumal ich ja nicht in Wartenberg wohne. Aber das ist doch gar nicht die Fragestellung. Als gewählter Bürgermeister oder Abgeordneter muss die Frage lauten, ob eine öffentliche Maßnahme wie eine Umgehung mehr Vor- oder mehr Nachteile für die Allgemeinheit bringt - es darf also gerade nicht um persönliche Interessen gehen, sondern nur um das Gemeinwohl.“

 

„Die Debatte habe der Wartenberger Bürgermeister in der Sache nicht geführt, sonder von Anfang an seine eigene Position durchzudrücken versucht, eine offene Debatte damit erstickt und für das Scheitern gearbeitet“, schreibt Brand weiter. „Anders ist die durch Bürgermeister Dahlmann verursachte Polarisierung in Angersbach und Landenhausen, im Kreis und Land nicht zu erklären. Seine Verantwortung dafür muss auch benannt werden.“

 

 

 

Zur aktuellen Entwicklung führt der Bundestagsvertreter aus: „Bei einer so knappen Entscheidung, die ja auch rechtlich angegriffen wird, kann man sich gut vorstellen, dass sich eine Gemeindevertretung das Thema noch einmal vornimmt und erneut darüber entscheidet. Das ist

von der Kommune bis zum Bundestag nichts Ungewöhnliches.“ Das Gesprächsangebot der Lergs in ihrem Leserbrief nehme er jedenfalls gerne an und freue sich auf den Austausch. „Die Initiative gegen die Umgehung IGGLU hatte übrigens auch einen Offenen Brief publiziert und auf mein direktes Gesprächsangebot seit einem Jahr nicht reagiert. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.“ Aber wenn Lergs ihre Kontaktdaten in seinem Wahlkreis unter Telefon→ +49 (0)6641 - 9124447 hinterließen, melde er sich gerne und treffe sich mit ihnen in Landenhausen.


Bericht→ Red


 

 

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Pressemitteilung

29.08.2018 um 23:57 Uhr

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