Die Ortsumgehung · B 254 · hier sind die Daten & Fakten ...

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Aus Gründen der Objektivität
                ... wollen wir hier mal die Contra-Argumente behandeln

In der Vorlage zur Unterschriftenaktion der BI „Pro-Lebensraum Wartenberg“
im November 2016 wurden diese Statements vorgebracht. 

 

Es werden immer und immer wieder die gleichen Argumente genannt ...

Ortsumgehung


Argumente Contra

... und die Antworten


Verkehrslärm wird nicht reduziert, sondern verlagert. In Wartenberg würde in Zukunft der ganze Ort belastet, statt einiger weniger Anlieger.

Wie sieht es denn jetzt aus? Werden nicht derzeit die Ortskerne durch Lärm, Lärm und nochmals Lärm belästigt??? Wie es möglich sein soll, dass Verkehrslärm einer Straße, die in mehr als 200 m Abstand zur nächsten Wohnbebauung verläuft, den ganzen Ort belastet, ist mehr als ein Rätsel. Da Wartenberg meistens Westwinde hat, wird sich der Lärm noch weiter vermindern, soweit das wir den Lärm nicht mal mehr wahrnehmen können. Wir werden durch die höhere Lebensqualität und Luftqualität an der jetzigen Straße eher profitieren. Hessen Mobil sagt
„... es wird kein Lärmbelästigung von der Ortsumgehung ausgehen, denn bei einem Neubau gilt eine viel strenge Vorschrift wie bei einer bestehenden Straße, was den Lärm angeht". Eine Reduzierung von 87-90% in den Ortskernen und die Anwohner werden es als enorme Steigerung ihrer Lebensqualität feststellen !

 


Höheres Tempo führt zu mehr Lärm- und Schadstoffemissionen.

Höheres Tempo vermindert Abgase durch effektivere Verbrennung. Mit der Ortsumgehung kein Stop'n'Go Verkehr mehr, dadurch Reduzierung von Lärm von Abbremsen und Beschleunigen, größtmögliche Verminderung von Stickstoffoxiden, Kohlenstoffoxiden und Feinstaub. Außerdem wird vielleicht bald bundesweit Tempo 80 auf allen Bundesstraßen eingeführt werden? Was ist mit den erhöhten Lärm- und Schadstoffemissionen für die Anwohner der alte B 254, wenn sich der Durchgangsverkehr nur um 10 % in den nächsten Jahren erhöht? Die Anwohner entlang der alten B 254
"werden es ihnen danken" ! 

 


Gewerbetreibende werden erhebliche Verluste und Umsatzeinbußen erleiden.

 

95 % der s.g. "Laufkundschaft" haben mit der Durchgangsstraße nichts zu tun. Die evtl. betroffenen 15% werden durch höhere Lebensqualität an der Straße eher profitieren und da derzeit sowieso ein Umstellungsprozess in der Arbeitswelt vonstatten geht. Besonders der Einzelhandel muss sich gewaltig umstellen, was vorausgesagt wird, ist ein Geschäftesterben im großen Ausmass, was vor allem dadurch bedingt ist durch immer mehr Online-Handel. Attraktiveres Angebot und neue Konzepte sind gefragt. Vielmehr sind mit einer Ortsumgehung die jetzigen Geschäfte viel besser zu erreichen und zwar Stressfrei !

Viel Geschäfte haben in den letzten Jahren schon geschlossen, auch ohne Ortsumgehung.

 


Arbeitsplätze in der Region gehen verloren.

Durch die ausgezeichnete Anbindung an die neue B 254 besteht die große Chance zu neuer Gewerbeansiedlung und damit Schaffung weiterer Arbeitsplätze, gerade in Bezug auf den Großraum Fulda-Frankfurt. Eine schneller Verbindung, gerade für Pendler, ohne Stop’n’Go durch den Flaschenhals Wartenberg.

 


Mehr als 20 Brückenbauwerke verschandeln die Landschaft.

 

Auf den bisherigen Ausbaustrecken ist nachweislich nichts von einer Verschandelung der Landschaft zu erkennen. Gleichwohl wird der Landschaftsabschnitt im neuen Trassenverlauf anders aussehen als bisher, und es sind genau 15 Brückenbauwerke in der Gemarkung Wartenberg, von der großen Talbrücke über die Lauter bis zu mehreren Kanalgräben-Bauwerken. Vor allem wird unsere schöne „Wartebach“ dann auch mal von der Straße aus gesehen.

 


Riesige Einschnitte und Aufschüttungen und eine erhebliche Flächenversiegelung beeinflussen die Wasserhaltung negativ.

Gemäß Planungsunterlagen sind an der Trasse diverse Regenrückhaltebecken und Renaturierungen vorgesehen, Rückzugsgebiete für Flora und Fauna die derzeit nicht vorhanden sind, das sind nach Bau ca. 17 ha. Die Lauteraue wird im Zuge des Baus der Ortsumgehung vom Bund renaturiert. Kosten entstehen der Gemeinde somit nicht. Sollte die Ortsumgehung nicht gebaut werden, kommen Kosten von gut 1 Million Euro* (Stand 2009) auf die Gemeinde zu, da die Renaturisierung gesetzmäßig schon seit 2015 umgesetzt sein sollte. *ohne Fördergelder

 

 


Tourismus- und Erholungsgebiete verlieren an Attraktivität, die Kommunen werden weniger wahrgenommen.

Durch eine größere Perspektivische Sicht auf Wartenberg wird unsere Gemeinde besser wahr genommen als seither. Nicht vorhandener Tourismus kann auch nicht an Attraktivität verlieren. Nur durch eine Ortsumgehung gewinnt der gesamte Ort viel mehr an Attraktivität. Die Attraktivität kann aber nur durch eine Ortsumgehung aufgebaut werden, oder ist die jetzige Bundesstraße durch die Orte schön und welcher Tourist will in den Pensionen an der jetzigen B 254 überhaupt übernachten? Die Burgruine wird von der neuen Straße überhaupt erst wunderbar sichtbar wahrgenommen. Hier könnte ein neues Tourismus-Ziel entstehen.

 

» Tourismus

» Natur

 


Wertvolle Lebensräume für schützenswerte Tier- und Pflanzenarten werden unwiederbringlich zerstört.

Will jemand allen Ernstes behaupten, dass gerade im neuen Trassenverlauf schützenswerte Tier- und Pflanzenarten zu finden sind, die unwiederbringlich zerstört werden? Es sind Ackerflächen, eine ausgeräumte Natur ... "wo auf einem Acker bestimmt schützenswerte Tier- und Pflanzenarten zu finden sind". Mit dem Bau entstehen genau hier 54 ha neue Rückzugsgebiete für Flora und Fauna die derzeit einfach nicht vorhanden sind.

 


Folgekosten für Kommunen und Anlieger entstehen durch die Umwidmung der Bundesstraßen zu Kreis- und Gemeindestraßen.

Die abschliessende Art der Umwidmung der Bundesstraße zu Gemeindestraße ist noch gar nicht bekannt. Vom Kreis wurde schon verlauten lassen, dass die jetzige B 254 vielleicht zur Kreisstraße wird. Das derzeitige Angebot des Kreises beläuft sich für 10 Jahren auf gut +500.000 €. Zusätzlich gehen mögliche Rückbaukosten zu Lasten des Bundes. Die jetzige Bundesstraße ist auch erst erneuert worden, so dass sie mindestens für 30 Jahre und mehr Jahre halten wird, da kein Schwerlastverkehr mehr über sie fährt. Wenn dieses Geld (unser Steuergeld) nicht bei uns ausgegeben wird, profitieren eben Andere davon, ausgegeben wird es allemal.

 


Für zuküftige Generationen ist es wichtiger, Geld in den Erhalt von Straßen als in den Neubau zu investieren.

Um auch in Zukunft den Anforderungen der Verkehrsteilnehmer und vor allem der Gesundheit von unseren Bürger der Gemeinde gerecht zu werden, wird es wohl notwendig sein, Geld (unser Steuergeld) sowohl in den Erhalt als auch den Neubau von Straßen zu investieren, eben ! Diese Gelder sind vom Bund für Neubau von Infrastruktur geplant. Wenn nicht bei uns dann eben wo Anders ! Und Wartenberg geht leer aus. Vor allem, wenn die Ortsumgehung nicht gebaut wird, werden die Kosten für die Erneuerung der „Weißen Brücke“ mit ~500.000 € und Umsetzung Wasserrahmenrichtlinie mit ~300.000 € von der Gemeinde aufzubringen sein. (Stand 2009). Sollte jedoch die Ortsumgehung gebaut werden kann die Gemeinde nur profitieren. Für Erneuerung der „Weißen Brücke“ +500.000 €, die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie +800.000 €, aus dem Dorferneuerungs-Programm einen Sockelbetrag von +500.000 € sowie  eine Projektförderungen von +1.500.000 €, macht ein Plus für die Gemeindekasse von gut +3.3 Millionen €. Das sollte man sich als Gemeinde überlegen, ob die Ortsumgehung nicht für die Gemeinde sinnvoll ist, vor allem für die Bürger unserer Gemeinde durch eine riesige Lebenqualitäts-und Wert-Steigerungen von Immobilien. Wodurch auch junge Familien sich entscheiden nach Wartenberg zu ziehen.


 

 

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Pressemitteilung

27.11.2016 um 09:11 Uhr

Redaktion » bblw-info.de 

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