Ja zur Ortsumgehung !

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Zwischenruf ...


schreibt Bertram Lenz aus Fulda

Es gibt Städte und Gemeinden, da wird seit Jahrzehnten und mittlerweile in der zweiten und dritten Generation darüber gestritten, ob eine Ortsumgehung sinnvoll sein könnte. Paradebeispiel im Vogelsbergkreis ist die seit gefühlter Ewigkeit diskutierte Trasse ,,B254n” zwischen Lauterbach und Wartenberg. Die Planungen reichen bis in die 1970er-Jahre zurück, die Zahl der Ordner dürfte inzwischen kaum zu zählen sein. Und jetzt kommt mit dem Alsfelder Bürgermeister Stephan Paule ein Mann aus der direkten Nachbarschaft und plädiert ohne Wenn und Aber für eine Umgehungsstraße in seiner Stadt. Und, ich muss sagen, der Mann hat Recht! Denn wer sich vor Augen führt, dass mitten in Alsfeld der höchste Wert für Hessen an Belastung durch das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (N0₂) gemessen wurde, der muss sehr schnell zu der Erkenntnis gelangen, dass es keinen anderen Ausweg gibt, als den Schwerlastverkehr aus der Innenstadt zu verbannen. Die Sorge um die Gesundheit der Menschen sollte bei den künftigen Überlegungen im Vordergrund stehen und nicht tagesaktuelle politische Gedankenspielchen. Das Kernproblem ist nur, dass eine solche Trasse eben nicht von heute auf morgen kommen wird und die Alsfelder noch lange mit den täglich 1.000 Lkw werden leben müssen. Siehe hierzu das Beispiel Lauterbach/Wartenberg. Gefragt ist daher eine kurzfristige, aber tragfähige Lösung, die von Umweltplaketten bis zu Fahrverboten reichen könnte. Zu hoffen bleibt, dass die Unterstützung, die sich Paule aus Wiesbaden erhofft, nicht ungehört in den Ministerien verhallt.

Leserbrief

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Leserbrief | Bertram Lenz · Fulda


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